Eins der schönsten Gedichte Augustin Wibbelts ist gleichzeitig auch sein bekanntestes: Generationen westfälischer Kinder lernten es in der Grundschule auswendig, selbst nachdem Plattdeutsch längst durch die Amtssprache Hochdeutsch aus den Schulen verdrängt worden war: 'Dat Pöggsken' (Das Fröschlein).

O wat is dat Pöggsken fien
met de gröne Bücks
Pöggsken denkt an nix.
Kümp de witte Gausemann
Hätt so raude Stiewweln an
Mäck en graut Gesnater.
Hu wat fix
Springt dat Pöggsken met de Bücks
Met de schöne gröne Bücks
Met de Bücks in´t Water.
Hochdeutsch
Übersetzt man die plattdeutschen Gedichte Wibbelts ins Hochdeutsche, geht die Sprachmelodie verloren und die Verse verlieren ihren westfälischen Charme, außerdem leiden häufig Reim und Versmaß.
Für alle, die der plattdeutschen Sprache unkundig sind, hier trotzdem der hochdeutsche Text:
Dat Pöggsken (Das Fröschlein)
Fröschlein sitzt im Sonnenschein
Oh, was ist das Fröschlein fein
Mit der grünen Büx (Hose)
Fröschlein denkt an nix
Kommt der weiße Gänsemann
Hat so rote Stiefel an
Macht ein groß´ Geschnatter
Hu, wie fix
Springt das Fröschlein mit der Büx
Mit der schönen grünen Büx
Mit der Büx ins Wasser.
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